Therapie auf dem Unterwasserlaufband

Das Unterwasserlaufband wird erfolgreich im Bereich der Rehabilitation und des Trainings von Hunden eingesetzt.

Wasser bietet hervorragende physikalische Eigenschaften: 

  • Die Auftriebskraft

Durch den Auftrieb werden die Gelenke wirkungsvoll entlastet. Bewegungen, die sonst Schmerzen auslösen, schmerzen weniger oder gar nicht. Übergewichtige Hunde sind in der Lage, sich leichter zu bewegen und damit wieder Freude an der Bewegung zu finden.

 

  • Der Wasserwiderstand

Dieser ist – bedingt durch die andere Dichte des Wassers gegenüber der Luft – viermal höher. Die Auswirkungen können durch Vergrößerung der Fläche – d. h höherer Wasserstand – und Beschleunigung der Bewegung – resultierend aus der Geschwindigkeit des Laufbandes – verstärkt werden. Der Körper muss mehr Arbeit leisten. Der Muskelaufbau wird effektiv gefördert, wobei die im Wasser erzeugten Wirbel die Haut massieren.

  • Der hydrostatische Druck

Durch den Druck des Wassers auf den Körper verringert sich dessen Umfang. Es entsteht eine leichte Lymphdrainage. Je höher der Wasserstand im Unterwasserlaufband, desto höher der hydrostatische Druck. Das Herz muss effektiver schlagen, da die Pulsfrequenz abnimmt.

 

  • Die Temperatur

Im kalten Wasser steigt die Muskelspannung und die Blutgefäße ziehen sich zusammen. Im warmen Wasser entspannt sich die Muskulatur, die Blutgefäße weiten sich. Eine Temperatur von 25°C bis 28°C ist für die Therapie auf dem Unterwasserlaufband empfehlenswert. 

Ziele der UWL-Therapie:

  • Schnelle Mobilisation der Hunde nach Operationen
  • Reduzierung von Schmerzen des Bewegungsapparates aufgrund von degenerativen Erkrankungen, z. B. Arthrosen, Gelenkdysplasien und weiteren chronischen Gelenkproblemen
  • Koordinationsübungen bei neurologischen Störungen wie Bandscheibenvorfall, Cauda equina Kompressionssyndrom
  • Gelenkschonendes Training für übergewichtige Hunde
  • Allgemeines Muskelaufbautraining für Hunde im Leistungssport und anderen „Berufsgruppen“

Ablauf einer Therapiestunde im Unterwasserlaufband:

Bei der ersten Behandlung ist es mir ganz wichtig, dass der Patient und sein Besitzer ihre Unsicherheit und Angst vor der neuen Situation verlieren. Es wird etwas mehr Zeit eingeplant, damit der Vierbeiner in entspannter Atmosphäre davon überzeugt werden kann, freiwillig in das Unterwasserlaufband zu gehen und ruhig zu bleiben, wenn die Tür geschlossen wird. Wird das Wasser eingelassen und berührt die Pfoten, sind manche Hunde etwas verunsichert. Hier hilft oft ein Leckerchen über den Schreck hinweg. Wird das Band eingeschaltet, findet der Hund schnell seinen Lauftakt und entspannt. Die Dauer des Trainings steigert sich langsam und sollte 20 – 30 Minuten nicht überschreiten.

So bitte nicht: